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Gesundheit ist nicht alles – aber ohne Gesundheit ist alles nichts!
Wenn Sie ein Auto oder ein Haus kaufen wollen, ein Investment planen - immer wenn Sie wichtige Entscheidungen treffen müssen, informieren Sie sich erst einmal genau. Oder sehe ich das falsch? Ist dieser Schritt daher nicht auch im Bereich der Gesundheit der zunächst richtige Weg?
In der Regel ist es meist so, dass Ihnen ein Arzt eine bestimmte Behandlung nahe legt, vielleicht Freunde oder Familienmitglieder auch noch alle möglichen Vorschläge unterbreiten und so weiter und so fort. Das Problem ist – Sie erhalten meist Ratschläge. Aber Ratschläge sind keine Informationen. Ratschläge beinhalten in der Regel das, was der Mensch der sie Ihnen gibt, in Ihrer Situation vielleicht tun würde bzw. im Fall des Arztes, was er in dem Moment für richtig hält. Aber was für eine andere Person durchaus richtig sein mag, muss für Sie aber noch lange nicht passen. Wenn Sie einen Ratschlag bekommen, fragen Sie immer nach. Worauf basiert der Ratschlag? Welche Informationen liegen ihm zugrunde? Was ist die Grundlage? Und Ihren Arzt sollten Sie auch ruhig fragen, was er selbst tun würde, wenn er in der gleichen Situaution wäre, oder seinen eigenen Angehörigen empfehlen würde.
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"Der Arzt ist nicht unfehlbar, man muss seine Meinung nicht passiv hinnehmen. Es ist Ihre Zukunft, über die entschieden wird. Denken Sie daran, dass für Sie als Patient dabei am meisten auf dem Spiel steht. Sie haben am meisten zu gewinnen und am meisten zu verlieren. Wenn Sie dazu in der Lage sind, dann sollten Sie entscheiden, was Sie unter einem glücklichen und produktiven Leben verstehen. Lassen Sie sich dieses Recht nicht von Ihrem Arzt streitig machen, auch wenn die besten Absichten dahinter stehen." Das eben genannte schreibt Dr. Eugene D. Robin in seinem Buch "Matters of Life and Death". Gefunden habe ich den Hinweis in dem Buch "Linus Pauling's Vitamin Programm" von Linus Pauling (C.Bertelsmann Verlag GmbH, München, 1990, Seite 303) Wenn Sie nun einen Arzt und/oder Heilpraktiker haben, dem Sie absolut vertrauen, der Ihnen zuhört und Ihre Fragen ausführlich beantwortet – herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Sie. Sie brauchen wahrscheinlich nicht weiter zu lesen. |
Informieren Sie sich so ausführlich wie nur möglich, wenn es um Ihre Gesundheit geht. Ich weiß, dass es nicht ganz einfach ist wirklich zuverlässige Informationen zu finden. Die zahlreichen medizinischen und pseudo-medizinischen Veröffentlichungen in Zeitschriften und im Internet machen es schwierig das "Richtige" herauszufiltern. Internetseiten auf denen Anbieter für eigene Gesundheitsprodukte oder Leistungen werben, bieten in der Regel nie wirklich unabhängige Informationen. Schließlich wollen sie ihre Produkte verkaufen, und schon daher werden sie unter Umständen nachteilige Informationen nicht veröffentlichen. Auch andere sogenannte unabhängige Gesundheitsseiten sind mit Vorsicht zu geniessen, wenn Sie Anzeigen von Pharmafirmen auf ihrer Website publizieren. Niemand vergrault Anzeigenkunden mit kritischen Beiträgen! Auch die Internetseiten von Patienten- und Selbsthilfegruppen sind manchmal von Pharmafirmen gesponsert (Anzeigen, usw.), und daher sind die dort publizierten Informationen auch mit Vorsicht zu genießen, wenn solche Anzeigen zu sehen sind. Kurz gefasst kann man sagen; sobald Werbung für medizinische Produkte auf einer Internetseite erscheinen, sind die Informationen zumindest kritisch zu betrachten. Für Zeitschriften aller Art sieht es ähnlich aus. Gleiches gilt auch für manche Vereine und Verbände. Ein Beispiel dazu: Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V. Das hört sich eigentlich gut an, oder? Wer und was wirklich dahinter steckt, finden Sie auf der Wikipedia Seite.
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Natürlich sollten Sie auf jeden Fall Ihren Arzt oder
eine
andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultieren,
bevor Sie Behandlungen welcher Art auch immer beginnen. Wenn Sie aber
jemanden finden, der Ihnen sagt, er allein hat die einzige Lösung für
Ihr
Problem und alles andere ist dummes Zeug – nehmen Sie die Beine in die
Hand und verschwinden Sie so schnell wie nur möglich - und suchen Sie
woanders Hilfe. Oft ist auch eine zweite Meinung eines anderen Arztes oder Heilpraktikers hilfreich. Eine zweite Meinung ist aus meiner Sicht besonders bei schweren und chronischen Krankheiten und deren Behandlung immer in Erwägung zu ziehen. |
Insbesondere wenn Sie unsicher oder unschlüssig sind was die Therapievorschläge betrifft. Vielleicht hat der zweite Spezialist noch andere Vorschläge und/oder macht zusätzliche Untersuchungen. Aber auch wenn er zum gleichen Ergebnis wie der erste Facharzt kommt und Ihnen die gleiche Therapie vorschlägt - Sie werden in der Regel ein besseres Gefühl haben und so auch leichter eine Entscheidung für oder gegen eine Therapie fällen können. Zwei Augenpaare sehen nun mal mehr als eins.
Nicht jede vorgeschlagene Behandlung oder Therapie führt bei jedem Menschen zum gleichen Ergebnis. Der eine verspürt Nebenwirkungen, die der andere nicht hat. Ein Mensch verträgt ein Medikament sehr gut, der andere überhaupt nicht. Einem Menschen hilft eine bestimmte Therapie hervorragend, bei einem anderen Menschen mit der gleichen Krankheit wirkt die Therapie nur sehr eingeschränkt oder überhaupt nicht.
Die Standardisierung in allen Bereichen des Lebens, und eben
auch in der Medizin, suggeriert uns leider zu häufig, dass es eine
Lösung für (fast) jedes Problem bei (fast) jedem Menschen gibt, oder
eben umgekehrt auch nicht. Da Sie, genauso wie jeder andere Mensch,
einzigartig sind mit Ihren ganz eigenen (genetischen) Anlagen,
Lebensvorstellungen und Ihrem ganz eigenem Denken, funktioniert diese
Standardisierung leider dann eben doch oft nicht so, wie am grünen
Tisch von Fachleuten erdacht.
Fragen Sie Ihren Arzt oder Heilpraktiker nach allem, was für Sie
wichtig ist. Wenn Sie selbst Informationen im Internet oder in einem
Buch gefunden haben (oder von mir bekommen haben), überfallen Sie Ihren
Arzt nicht einfach mit „ich habe da was im Internet gelesen“ oder
ähnlichem. Die meisten Ärzte schlagen da innerlich sofort die Hände
über dem Kopf zusammen. Fakt ist nämlich leider auch, dass vieles, was
Sie im Internet finden, nicht sehr zuverlässig ist. Einen Artikel dazu
finden Sie wenn Sie auf diesen externen Link klicken.
Ihr Arzt weiß zunächst nicht, welche Informationen Sie wo gefunden haben. Er weiß aber ganz genau, dass viele unvollständige und/oder unzuverlässige Informationen im Netz zu finden sind. Haben Sie nun Informationen im Netz oder in einem Buch gefunden, deren Quellen Sie als zuverlässig ansehen, dann fragen Sie Ihren Arzt, was er dazu meint. Betrachten Sie Ihren Arzt als professionellen Ratgeber. So wie Sie einen Rechtsanwalt oder Steuerberater sehen. Eben ein Fachmann, den Sie (oder Ihre Versicherung) dafür bezahlen, für Sie das Bestmögliche zu tun. Ein Arzt sollte sich die Zeit für Erklärungen und Ihre Fragen nehmen, auch wenn bei Ärzten die Zeit oft zu knapp für den einzelnen Patienten ist. Und wenn Sie einen Arzt haben, der sich Zeit für Sie nimmt, Ihnen zuhört und Ihre Fragen ausführlich beantwortet – seien Sie dankbar dafür, dass Sie ihn haben!!! Und wenn Sie ihn noch nicht gefunden haben, schauen und hören Sie sich um – es gibt ihn oder sie!
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Eine Checkliste „Woran erkennt man eine gute
Arztpraxis?“
finden Sie auf der Seite
http://www.patienten-information.de/gesundheitsinfos/arztcheckliste/
. Die Internetseite www.patienten-information.de ist eine Webseite des Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Sie finden dort auch noch zahlreiche andere Informationen. Eine von Werner Bartens überarbeitete und erweiterte Ausführung finden Sie, neben zahlreichen Informationen, in seinem Taschenbuch „Sprechstunde“, erschienen 2008 im Knaur Taschenbuch Verlag. |
Aber nicht nur Ihr Arzt oder Heilpraktiker, auch SIE können etwas für Ihre Gesundheit tun. Schon mit relativ kleinen Schritten können Sie jeden Heilungsprozess unterstützen. Zum Beispiel können Sie etwas gegen Stress tun. Prof. Dr. med. Gustav Dobos schreibt in seinem herausragenden und daher sehr empfehlenswerten Buch „Die Kraft der Selbstheilung“ (Lizenzausgabe der RM Buch und Medien Vertrieb GmbH, 2009, Original erschienen bei Verlag Zabert Sandmann) auf Seite 57: „60 bis 90 Prozent der Symptome, wegen derer Menschen ihren Hausarzt aufsuchen, haben ihre Wurzeln im Stress.“ Weiter führt er auf Seite 79 + 81 aus: „Lebenswichtige Organe wie Herz, Leber oder Nieren erkranken nicht von heute auf morgen. Sie tun das häufig erst, wenn der Organismus seine Regulationskraft verliert. Nicht jeder, der mit einem Bakterium oder Virus in Kontakt kam oder der die genetischen Grundlagen für eine Krankheit in sich trägt, wird krank. Chronischer Stress spielt dabei eine entscheidende Rolle.“
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Sie können etwas gegen Stress tun, um Ihre
Heilung zu unterstützen. Sie können Ihre Ernährung umstellen, um eine
Heilung zu fördern. Sie können eine oder zwei komplementäre
(ergänzende) Therapien nutzen, wenn Sie denken, dass eine Therapie
Ihnen helfen kann. Um selbst etwas für Ihre Gesundheit tun zu können,
ist es notwendig, dass Sie zunächst gewillt sind
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Auch wenn Menschen ab und zu in schwierigen Situationen, wie im Krankheitsfall, gerne auf jemanden zurückgreifen würden, der ihnen die Entscheidungen abnimmt – tief in Ihrem Inneren wissen Sie am besten was für Sie richtig und gut ist - wenn Sie alle relevanten Informationen vorliegen haben. Wenn Sie sich gut informiert haben, hören Sie auf Ihre Intuition, auf Ihr Bauchgefühl und/oder auf Ihren Verstand. Je nachdem wie Sie wichtige Entscheidungen bisher am besten in Ihrem Leben für sich getroffen haben. Denn Sie sind einzigartig, und niemand als Sie selbst kann besser wissen, was Sie wirklich wollen und wie Sie es erreichen können. Vertrauen Sie Ihrer inneren Stimme, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Falls jemand nicht so richtig mit dem Thema Intuition vertraut ist oder ihr nicht traut, empfehle ich bei Interesse das folgende Taschenbuch: Bauchentscheidungen - Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition von Gerd Gigerenzer, erschienen im Goldmann Verlag und ausgezeichnet als „Wissenschaftsbuch des Jahres 2007“.
Eine gute Entscheidungshilfe für oder wider Behandlungen finden Sie auf der Webseite http://www.gesundheitsinformation.de/behandlungen-waehlen.584.html. Klicken Sie dort auf Entscheidungshilfe und laden Sie sich die PDF Datei auf Ihren PC herunter, oder drucken sie das Dokument gleich aus. Auf der Webseite finden Sie auch gute Basisinformationen über Krankheiten und entsprechende konventionelle medizinische Behandlungen.